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CD-Veröffentlichung: PORTENOS Y GRINGOS
 
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unbekannt // Claudia Tiemann in Tangodanza
 
  Nachdem ich in meiner letzten Rezension offen bedauert hatte, dass unter der Neukompositionen der neuen Tangokomponisten so wenig Milongas sind, landete nun die neue CD von Jürgen Schwenkglenks bei mir, um dem zu
widersprechen. Von vierzehn Stücken sind vier Milongas, plus eine Milonga campera. Hinzu kommen zwei vals, zwei Folklorestücke, drei Tangos und zwei moderene tangoartige Kompositionen. Bis auf die Milonga "El portenito" von Angel Villoldo handelt es sich um neue Kompositionen von Schwenkglenks und zwei befreundeten Musikern. Die Kompositionen sind neu, halten sich aber an traditionelle Grundstrukturen. Erfreulich hoch für eine "Musiker-CD" ist dadurch die Zahl der tanzbaren Stücke. Nach dem lyrischen und nicht tanzbaren Intro des Bandoneon-Solo von Quena Taborda folgen ein Tango, ein vals und eine Milonga, mit jeweils eingängigem Intro, klassischer Struktur und Instrumentierung. "Tango protesta" als fünftes Stück greift mit der einfachen Melodie und der prägenden Perkussion einerseits musikalische Formen moderner Elektro- oder Tropical-Tangos auf und erinnert andererseits an die lautstarken Protestdemonstrationen der Bevölkerung in Buenos Aires. Es folgen drei Solo-Gitarrenstücke die eher zum genussvollen Zuhören geeignet sind, wobei die Milonga "La nueva pilcha" bei geringem Lärmpegel im Salon auch zum Tanz gespielt werden kann. Das moderne Stück "Central Parkt" seines Freundes Sebastian Zambrana lebt von dem Dialog zwischen Gitarren und Bandoneon, reizt in seiner fließenden Form jedoch nicht zum Tanzen. Der folgende fröhliche Chorino dokumentiert Schwenkglenks intensive Beschäftigung mit brasilianischer Folklore. Eine weitere flotte Milonga, "Milonguitarra" in reiner Gitarrenbesetzung nimmt die rhythmischen Muster der Folklore wieder auf, diese Rythmusspielereien erschweren aber eine tänzerische Umsetzung. Die langsame Milonga campera "Milonga en la" ist reicher instrumentiert, und ist als Stück für Traumtänzer zu vorgerückter Stunde sicher geeignet. "Warum nicht?" fragt uns das vorletzte Stück, wieder eine flotte Milonga, die mit gekloppftem Intro und fröhlicher Klarinette die Stimmung im Salon aufheitert.
Den Abschluss bildet ein in Deutschland aufgenommenes Stück, mit deutlichen Anklängen an Chacarera und ähnliche argentinische Folklore.
Für Schwenkglenks ist diese CD das Ergebnis und die Dokumentation seiner jahrelangen Zusammenarbeit mit argentinischen und brasilianischen Musikern, die er nur aus einem ein einzigen Grund aufgenommen hat: "porque quiero - weil ich will!" Eine Empfehlung sowohl zum Zuhören als auch für den Salon.
 
 
unbekannt // Stefan Franzen in Blue Rhythm
 
  Tango aus Bayern gehört noch nicht zum regelmäßigen Speiseplan der Música Latina. Gitarrist und Komponist Jürgen Schwenkglenks kommt aus Passau, hat jedoch exzellente Verbindungen an den Rio de la Plata, spielte einen Teil seiner zweiten Scheibe in Buenos Aires ein und überlässt das Intro dem Bandoneonista Quena Taborda für ein Solo-Recital. Danach jedoch bricht man auf zu einer Reise durch eigenkomponierte Valses und Milongas.
Die haben stets ein luftiges, kammermusikalisches Gesicht - Schwenkglenks und Konsorten schaffen eher die intime Introspektive statt zackigem Affekt. Afro-Interludien mit Perkussion und Cello sorgen für Widerhaken, ein netter Chorinho mit glucksender Klarinette wurde als Reverenz ans alte Rio eingebaut. Elaborierten Soundtrack-Charakter hat das impressionistische "Central Park". Ein spannender Brückenschlag von der Donau in die Neuen Welten.
 
 
1/06 // Thomas Kraus in Akustik Gitarre
 
  Porteños, das sind die Einwohner von Buenos Aires. Gringos, das sind, wie wir schon von Karl May wissen - ausländische Grünschnäbel, beispielsweise aus der Sicht von Leuten aus Buenos Aires. Nun ist der Gitarrist Jürgen Schwenkglenks seiner Herkunft nach eher Niederbayer als Argentinier. Jedoch einer, der mit dieser CD unschlagbar den Beweis antritt, dass Tango letztlich wie jede große Musik universell ist international. Für ihn ist Buenos Aires "nicht nur persönlich, sondern auch musikalisch zu einer zweiten Heimat geworden". Man glaubt es ihm aufs Wort. Bei den vierzehn Stücken der CD handelt es sich - bis auf einen Klassiker von Angel Villoldo, "Anhelo" von Quena Taborda und "Central Partk" von Sebastián Zambrana - um Eigenkompositionen in den Stilistiken Tango, Tango Nuevo, Milonga, Vals, Chorinho, Música Nueva Argentina und Milonga Campera. Dass es Jürgen Schwenkglenks nicht um gitarristische Selbstdarstellung , sondern um Musik geht, zeigt schon das Eröffnungsstück für Bandoneon solo. Instrumentiert sind die Stücke neben Gitarre und Bandoneon mit Streichinstrumenten, Klarinette, Perkussion und Bass in unterschiedlichen Konstellationen. Das Ergebnis ist packend, leidenschaftlich und beschwingt, dabei auch melancholisch bewegend und lebendig. Und sehr gitarristisch nebenbei. Wohltuend nebenbei: Auf eine studiotechnische Aufhübschung und Verhallung wurde weitgehend verzichtet. Bravo Señor Schwenkglenks!
 
"Portenos Y Gringos "
erschienen 2005 auf Danza Y Movimiento
Laufzeit: 45 Minuten
code: dz003106
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CD-Veröffentlichungen
Portenos Y Gringos // 2005 » CD bestellen- externer Shop
Magali // 2003 » CD bestellen- externere Shop
El bailador solitario // 1999 » CD bestellen- externer Shop
 
 
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